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Styroporkügelchen außer Kontrolle

Die perfekte Idee für einen entspannten Samstagnachmittag, denn der Sonntag verspricht ja warm zu werden. Ich hatte mir – um Geld zu sparen – einen neuen Sitzsackbezug gekauft, da der alte Bezug an allen Ecken und Enden Löcher aufwies und mir ein Rabe auch die ecke angepickt hatte. Also, es kann ja nicht so schwer sein, die Füllung von Sitzsack A in Sitzsack B umzufüllen… Einfach kippen und fertig. Erst hatte ich noch die Idee, den Bezug als Bezug zu nutzen und einfach den kaputten Sitzsack in den neuen Sitzsack reinzustecken. Das klappt aber nicht, die Öffnung war zu klein, also doch umfüllen… bloß wie? oO

Nach dem Mittagessen beschließe ich dann heute spontan, dass ich das ja jetzt einfach mal schnell machen könnte, geht ja ratzfatz.

Sitzsack A wurde also geöffnet und puff, da flogen mir auch schon gaaanz viele statisch aufgeladene Styroporkügelchen entgegen. Die Öffnung von Sitzsack B wurde drapiert das es möglichst weit auseinander war und dann hab ich den alten Sitzsack da so drüber gehalten und angefangen zu kippen. Das ging die erste Runde gut, aber der neue Sitzsack wird ja nicht hochgehalten, sondern steht am Boden und naja, irgendwann war dann dieses kleine bisschen voll – das hab ich leider ne sekunde zu spät bemerkt. Da schneite es das erste mal Frau Holle mäßig in meinem Wohnzimmer und überall auf dem Teppich klebten jetzt kleine weiße Styroporkügelchen. So weit so gut, der nächste Versuch stand an und ich hab diesmal die vom Raben zerstörte Ecke genommen, in die Öffnung geknetscht und den Sack gekippt. Das hätte sicherlich auch wunderbar geklappt, wenn ich denn beim ersten Versuch auf das Loch komplett getroffen hätte und nicht die 2. Ladung auf dem Teppich verteilt hätte. Neue Idee, einen Kissenbezug nehmen, da die Styroporkügelchen einfüllen und dann in den neuen Sitzsack kippen. So weit so gut, Kissenbezug gesucht, gefunden, Idee in die Tat umgesetzt, Füllung vom Sack in die Bettwäsche und dann rein in den neuen Bezug. Jaaaa…

Am Anfang ist es noch ganz lustig. Ich stelle spielerisch fest, dass ich die physikalischen Eigenschaften der Styroporkügelchen bei meinem Ratzfatz-Gedanken außer acht gelassen habe. Durch die Reibung, die durch das Umfüllen enteht, laden sie sich elektrostatisch auf und bleiben an meinen Händen hängen. Aber macht ja nichts, tut ja nicht weh. Was ich nicht bedacht hatte, war wieder die Physik: die scheiß Kügelchen bleiben am Kissenbezug kleben und sind kaum herauszubekommen. Blöde Idee. Also schaufle ich mit beiden Händen Styropor von B nach A. Dabei ergießt sich ein stetiger Strom elektrostatisch geladener Kugeln auf den Wohnzimmerboden. Kann man die nicht irgendwie entstatifizieren? Moment mal, ist das überhaupt ein richtiges Wort?

Ich wate durch die Kügelchen und bringe den neuen Sitzsack auf den Balkon. Dann räume ich im Wohnzimmer alles auf, was auf dem Boden liegt. Ja. Das habe ich vorher nicht gemacht, ich dachte ja, das Ganze wäre eine Sache von Minuten und würde minimalen Aufwand verursachen. Folglich haften die Kügelchen jetzt an und in Büchern, Kuscheltieren, Tennisbällen, Wolldecken, Schuhen, im BH, am Klavier, in Tobis Körbchen, in meinen Haaren…


Ich könnte die ja jetzt aufsaugen. Aber. Vielleicht schafft das der Staubsauger nicht und außerdem sind doch die Beutel so teuer. Es muss doch möglich sein, sie irgendwie aufzusammeln? Zuerst veruche ich also, sie mit den Händen zusammenzuschieben und aufzuheben. Aber sie lassen sich kaum vom Boden lösen. Also versuche ich es mit der Kehrschaufel. Noch schlimmer. Kaum nähert sich die Kunststoffschaufel, flüchtet das Styropor in alle Richtungen. Jaja, Physik und so.
Letztendlich greife ich dann doch zum Staubsauger. Den ganzen Tag über sind immer wieder Kügelchen aus irgendwelchen Ritzen gekrochen. Sie sind einfach überall. Selbst auf meinem Balkon zwischen den Klickfliesen sind diese garstigen Teile jetzt plötzlich, vom Abendessen musst ichs auch schon runterpulen und aus Tobis Napf und Fell ebenfalls. Da muss ich wohl morgen noch mal mit dem Staubsauger ran.

Es hat geschneit xD

Fazit: Fülle niemals einen Sitzsack um, es sei denn du liebst kleine statisch aufgeladene Styroporkügelchen die dir jeden Tag aufs neue einen guten Tag wünschen und die dich jeden Tag daran erinnern auf was für eine blöde Idee du doch an einem Samstagnachmittag gekommen bist.

Der Coronatest

Angedacht im Testzentrum ist der Termin um 11 Uhr für die betroffenen Erzieher der Kita, welche als Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt wurden. Da die Straße zum Testzentrum eine komplette Baustelle ist, ist es selbstverständlich nicht möglich mit dem Auto direkt vor zu fahren, aufgrund dessen ist der Plan, nahe der Kita zu parken und von da aus die paar Minuten Spaziergang zum Testzentrum zu gehen relativ naheliegend. Ich freue mich bereits auf diesen wunderbaren Spaziergang und die kurzzeitig erlaubte Freiheit, man könnte auf die Idee kommen, man sei eingesperrt und im Grunde ist Quarantäne genau das. Der Coronatest weiterlesen

Quarantäne

Ich arbeite an einem Ort, wo man denken könnte, das alle wissen was zu tun ist, wenn es zu einem Coronafall kommt. Doch anders als erwartet, war die Verwirrung groß als eine Mutter mitteilte, sie sei positiv auf Corona getestet worden, der Test ihrer Kinder würde nun ebenfalls stattfinden. Was machen wir jetzt? Was passiert mit uns als Kontakt von einem Kontakt? Also, vorerst nichts. So lange man nur Kontakt zu einer Kontaktperson hatte braucht man keine Sanktionen zu fürchten oder sich über ein mögliches „was wäre wenn“ gedanken machen. Quarantäne weiterlesen

Eine Schlange…

Schon gestern kündigte sich der kommende Tag mit einer neuen Wärme an. Kennt man es von zu Hause, dass es abends kühler wird, wurde es hier gegen Abend immer milder. Es war nach einigen Tagen frieren und kühlem Wetter durchaus möglich im T-Shirt auf der Veranda zu sitzen – mal abgesehen von den Vampiren, die einP1060172en Freudentanz aufführten bei so viel nackter Haut. Eingesprüht mit Zeckito und einem Gemisch aus meiner Hexenküche (Zitrone, Zitronengras, Rose, Rosengeranie und Wasser) verbrachten wir den Abend beinahe krabbelfrei. Auch die Hunde wurden zumindest ein wenig mit der flüssigen Citronellamischung eingesprüht, da die Vampire auch deren Blut lieben. So ein Stich am Ohr ist wirklich ein Gräuel für einen Hund.

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