Archiv für September, 2015

Tag 4

Veröffentlicht: 29. September 2015 in Tobi
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Was? Schon Tag 4? Soll das heißen ich schlafe seit bereits drei Nächsten nicht mehr sonderlich gut? Wow. Naja es hieß ja, es würde schlimmer als bei Kindererziehung werden. Wenn das hier also schlimmer ist, als Kindererziehung, dann werde ich mit meinen Kindern später einen leichten Spaziergang haben. Ernsthaft!

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Tobi ist ein sehr kluges Tier. Er meldet sich immer. Heute ist natürlich gleich ein Malheur passiert. Ich war noch nicht ganz wach und meine Schwester hat die Anzeichen nicht schnell genug deuten können – kann man verstehen, sie kennt Tobi ja auch erst seit gestern abend. Aber ansonsten macht er immer sehr schnell deutlich wenn er mal muss.

Seit gestern abend funktioniert es auch, das er woanders sein Geschäft erledigt. Noch am Sonntag war es klar, der Garten war Klo. Wir waren 20 Minuten im Wald, aber gemacht hat er da nichts. Prompt waren wir zu Hause und er war im Garten musste er auf einmal sehr dringend 😉

Jetzt haben wir eine Wiese nicht weit vom Haus auserkoren, wenn er mal schnell muss. Seit heute Morgen geht auch das schnell, er hat verstanden, das er da auch machen darf. Nachts bleibt natürlich der Garten die Anlaufstelle fürs Geschäft. Leider wird sein Durchfall irgendwie nicht besser. Naja, mal abwarten und am Donnerstag den TA mal anrufen.

Gassirunden mit viel spielen und rennen machen ihm besonders viel Spaß. Bei der Begegnung mit anderen Hunden erscheint er mir ein wenig ängstlich zu sein, vorallem wenn diese Hunde bellen oder sehr schnell rankommen. Dann versteckt er sich hinter mir und braucht eine halbe Ewigkeit um hervor zu kommen. Andere Menschen werden neugierig begrüßt und beschnuppert. An der Straße hält er bereits an und wartet. Auch „Sitz“ funktioniert schon ein wenig. Es wird langsam.

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Beim füttern weiß er schon, dass er Sitz machen muss und warten muss bis der Napf am Boden steht, bevor er sich darauf stürzen darf. Das funktioniert bereits super.

Er spielt mit allem was er finden kann. Schuhe, Socken, Teppichkanten, T-Shirts, Stöckchen usw. Nicht selten holt er sich einen Schuh aus dem Windfang und wir müssen ihm diese dann wieder abnehmen. Aus dem Regal holt er sich keine Schuhe interessanterweise. Nur die Sachen, die auf dem Boden stehen holt er sich.

Tobi2Gegen den Durchfall bekommt er ab morgen Olewo Karotten, ich hoffe wirklich das er dann wieder festeren Stuhl hat. Der Dünnpfiff hat mich heute Nacht 7x aus dem Bett gejagt. Dagegen waren die anderen Nächte viel „chilliger“, da er dort nur 3 – 4 mal raus musste.

Der nächste Bericht wird folgen 😉 Da erzähle ich dann, was aus all dem geworden ist.

Erster Tag

Veröffentlicht: 28. September 2015 in Tobi
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Vorher:

Welpengrundausstattung. Körbchen, Futternapf, Trinknapf, Spielzeug, Halsband, Leinen, Geschirr, Futter. Was man eben so alles braucht.

Näpfe Körbchen

Tag 1:

Wir haben ihn vom Gnadenhof Rhönwiese geholt. Tobi. Unser neuer Familienzugang und der Grund warum ich zur Zeit bei meinen Eltern wohne. Noch ist er ein 11 Wochen alter und 10kg schwerer „kleiner“ Schäferhundwelpe. Er ist verspielt und schläft viel. Bevor ich ihn mir geholt habe, hat mir jeder gesagt „Das Stubenrein kriegen ohne Korb wird Horror, er wird nur ins Haus machen“ und „Welpen fressen alles an, das ist nur schwer aus denen raus zu kriegen“ usw. All diese Horrorbotschaften. Nun war ich also auf das schlimmste gefasst. Und nun? Dagegen habe ich einen kleinen Engel zu Hause. Die Autofahrt vom Gnadenhof zu mir nach Hause hat er noch viel gefiept und gewinselt. Wir hatten einen Wäschekorb mit, mit einer Decke darin. Der Wäschekorb war irgendwann ziemlich egal. Letztenendes lag Tobi mit der Decke auf meinen Schoß und ließ sich kraulen und streicheln. Irgendwann ist er dann ruhiger geworden. Seit der Autofahrt liebt er mich abgöttisch. Meine Eltern akzeptiert er als Rudelmitglied, aber Chef bin ich und so soll es ja auch sein.

Am Ankunftstag war ich glaube ich 20 mal mit ihm draußen, aber er hat sich immer gemeldet und brav in den Garten gemacht. Es ging nichts ins Haus. Erst in der Nacht ging die erste Runde, Haufen und Pfütze ins Zimmer, da ich nicht wach geworden bin. Die zweite Pfütze landete vor der Haustür, da ich in meinem tran versucht habe mit dem Autoschlüssel die Haustür aufzuschließen. Naja alles halb so wild. Beim dritten mal und auch alle weiteren male hat alles prima funktioniert und er hat brav draußen in den Garten gemacht. Zuhause hat er schnell sein Körbchen angenommen.

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Freundschaft

Veröffentlicht: 28. September 2015 in Allgemein
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Was ist das eigentlich, diese Freundschaft? Was macht sie mit uns? Freundschaft hat etwas mit Symphatie und Vertrauen zu tun.

Es gibt noch die Unterscheidung Freunde und Bekannte, enge Freunde, gute Freunde, beste Freunde. Aber ab wann ist man was? Gibt es dafür überhaupt eine feste Definition? Ich glaube, das sich das von Mensch zu Mensch unterscheidet. Für die einen sind Freunde Menschen die immer lieb und nett sind, nie schlecht drauf und immer gute Laune verbreiten, für andere wiederum ist ein Freund ein Mensch mit dem man über alles reden kann, über Gott und die Welt, über lustige und ernste Themen, mit dem man sich auch mal streiten kann, ohne das die gesamte Freundschaft danach tot ist. Wo man mal ausfällig werden kann wo auch der andere mal ausfällig werden kann. Dem man auch mal sagen kann „Du, es reicht jetzt.“ ohne das daraus eine Feindschaft entsteht oder man gleich auf ignore steht. Freunde schleppen die Kisten beim Umzug (und beim nächsten Umzug und beim übernächsten Umzug). Sie hören sich Beziehungsprobleme und Zukunftssorgen an. Klar ist: Freunde müssen einiges aushalten.

Freundschaft ist eine Tür zwischen zwei Menschen. Sie kann manchmal knarren, sie kann klemmen, aber sie ist nie verschlossen. Es sei denn, diese Freundschaft wird schnell wegen eines Streites weggeworfen. Aber war es dann überhaupt eine echte wahre Freundschaft? Wenn sie so leicht einfach beendet wird? Ein Gedicht sagt, „Sag niemals nie“. Der letzte Absatz „Niemand ist Deiner Tränen wert, derjenige, der sie wert ist, wird Dich niemals zum Weinen bringen.“

Aber lässt man den Menschen, der einem wehtut, dann auch einfach gehen? Grübelt man nicht eher Ewigkeiten noch über das „Warum?“ nach? Und über die Frage, warum dieser Mensch die Freundschaft wegen eines kleinen Streites oder einer Meinungsverschiedenheit über Bord wirft, die Tür zuknallt, ohne nach dem Grund zu fragen. War es wirklich so wenig? War die Freundschaft so wenig wert?

Über Tage, Wochen, Monate entstand aus einem Kontakt eine Bekanntschaft, man lernte sich kennen, fand Gemeinsamkeiten und Gegensätze, aus einer Bekanntschaft wurde eine Freundschaft, mit viel Spaß und netten Gesprächen. Nie fiel ein böses Wort. Dann, der erste Streit, und alles soll vorbei sein? Die Tür die mit viel Arbeit geöffnet wurde ist einfach wieder zu? War alles umsonst?

Ich habe keine Antworten auf all diese Fragen. Auf meiner Suche nach der Frage „Was ist Freundschaft?“ fand ich das Gedicht „Baum der Freundschaft“ von dem südamerikanischen Missionar Paul Montes, welches er in Venezuela schrieb. Einen Teil davon zitiere ich hier:

Es gibt Menschen in unserem Leben,
die uns glücklich machen,
nur weil wir sie getroffen haben.
Manche davon begleiten uns
ein Stück weit durch das Leben,
manchmal Monate- oder jahrelang,
andere treffen wir zufällig
zwischen einzelnen Schritten.
Freunde nennen wir sie alle,
doch sind sie Freunde auf unterschiedliche Art.

Freundschaft ist eben Freundschaft. Sie ist wichtig.  Es reicht ein Wort, um einen Menschen zum Weinen zu bringen, aber es braucht 1000 Worte, um die Tränen wieder zu trocknen! Tut ein Freund einem andern weh, ist Freundschaft zumindestens bei mir erst mal nicht möglich. Ich verzeihe nicht so einfach einen Freundschaftsbruch.

Leb wohl, Raven. Es war trotz aller Unterschiede eine interessante und schöne Freundschaft.

Es kommt ein Zeitpunkt in deinem Leben
an dem du realisierst, wer dir wichtig ist,
wer es nie war und wer es immer sein wird.
Also, mach dir keine Gedanken über die Menschen
aus deiner Vergangenheit, denn es gibt einen Grund,
warum sie es nicht in deine Zukunft geschafft haben.

(Verfasser unbekannt)