Archiv für Juli, 2019

Die Kunst des Sahneschlagens

Veröffentlicht: 13. Juli 2019 in Allgemein

Natürlich kann man aus jedem Problem in der Küche auch eine Wissenschaft machen. Schließlich machen das Wissenschaftler auch und Politiker machen aus jeder Wissenschaft ein Problem. Warum dann also nicht eine Wissenschaft aus dem Schlagen vom Sahne machen.

Der Kuchen, außen schwarz, innen flüssig, einfach auf 200°C hoch heizen und das schwarze abschneiden. Dann wird das flüssige in der Mitte auch endlich fest. Braucht der Kuchen noch Zeit zum abkühlen, kann man ja schon mal die Creme für den Kuchen machen. Sahne steif schlagen ist allerdings, wie oben schon angemerksahnet eine Kunst für sich. Denn die eine sagt, Sahne muss man schlagen, also schnell, fest und gezielt wie ein Höhlenmensch auf die Sahne einprügeln und siehe da, es wurde Butter, die andere sagt langsam und gezielt schlagen um vom flüssigen ins cremige zum festen Zustand zu gelangen, es wurde wirklich Sahne, hat nur ewig gedauert. Die dritte sagt, Sahne in Bottich, Elektromixer an und fertig, mal langsam mal schnell rühren und dann sollte es fest sein, zumindest wurde es bei mir mit dieser Methode immer Sahne.
Meinungen dazu? Die Sahne ist schlecht, die riecht auch komisch, auch das ist bestimmt die Marke, die geht mal gar nicht, wer geht los und holt neue? Die Sahne war tatsächlich schlecht, die hatte schon einen Stich.

Also neue Sahne besorgt, wieder geschlagen und es heißt ja, wenn die Sahne nicht mehr aus der Schüssel ausläuft dann ist sie fertig.
„Hey guck….“ *flatsch*
Die Schüssel wurde mit Schwung umgedreht und es gab einen lauten Flatsch, wodurch sich die Sahne auf dem Hosenbein von Yuki ausbreitete. Naja, so kann man Sahne auch nutzen, als Waschmittel und als Bodenreiniger und natürlich auch als Wanddeko. Nur leider ist sie so für den Kuchen nicht mehr verwendbar. MIST!

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„Kannst du die Schokocreme unterheben?“
„Ja na klar kann ich das.“
„Das ist rühren und nicht unterheben.“

Der ein oder andere Satz fliegt einem aus der Küche entgegen. Immerhin geht es um einen Schoko-Sahne-Buttercreme Kuchen. Wobei die Buttercreme glaube ich im Original nicht in den Kuchen gehört, ursprünglich sollte es eine Erdbeersahnecreme werden. So ist es dann jetzt also ein Schoko-Sahne-Erdbeer-Buttercreme Kuchen. Ein Zungenbrecher ist nichts dagegen.

Es geht um orangene Erdbeeren, mittlere Schalen und neue Handtücher, das übliche Chaos in der Katastrophenküche. Katzen zwischen dem Beinen, relativ enge Küche viel Freude und manchmal auch einiges an Unmut, wenn jemand sagt er kann das und letztlich nur Butter fabriziert, aber gleichzeitig eigentlich nichts dafür kann. Ultra Awesome, Puderzucker überall, Schokolade wird mit der Käseraspel geraspelt, Buttercreme wird erschlagen, Katzen durch die Gegend gescheucht und ohwei, der Mixer ist nun doch im Einsatz, denn die Buttercreme wehrt sich. Angekratzte Bäckerehre, eingesaute Küche, platt geknuddelte Katzen und wie üblich die Frage, was wird aus dem Kuchen? Schwarz? Normal? Eingesackt? Schief? Eklig? Tja diese Frage wird uns noch die ein oder andere Minute beschäftigen und die Frage ob ich das noch herausfinden werde.

Derzeit hat Kia das Problem, das ihr der Kuchen wegläuft. Vermutlich hat er die schlechte Sahne gewittert und will sich nun verabschieden. Backpapier in den Ofen und jetzt? Wird der Kuchen eingesperrt mit der Sahne? Naja die richtige Sahne will trotzdem irgendwie nicht so richtig wie sie soll. An sich scheint der Kuchen lecker zu schmecken aber er soll angeblich nicht allzu gut aussehen, äußerlich betrachtet. Achja, wir hatten noch die Ablage in Form eines explodierten Besens, da ja die Buttercreme irgendwo hin wollte. Der Rest der Erdbeercreme wird aus der Schüssel geschleckt, die Frage ist nun, ob Kia nach dieser Aktion noch Lust hat auf Kuchen. Einen Rest gibt es vom Teller für die verfressenen Katzen und ein wenig auch für die Ratten. *WHHHOOOOOT?*

Nun, den Tieren scheint es bereits zu schmecken. Wann krieg ich endlich Kuchen? Jetzt muss noch Chris eingesammelt werden, das klingt wirklich, als müsste sie einen Hund oder so aus dem Zwinger holen, der dann auch noch etwas Erdbeercreme vom Teller lecken darf.  Aber es ist tatsächlich ein Mensch bzw der Mitbewohner dieser Mädels WG oder halt der Hahn im Korb, so fern er als Hahn durchgehen würde. Also, endlich hab ich auch ein Stück Kuchen, es ist eine absolute Kalorienbombe, er läuft tatsächlich weg und die Erdbeerbuttercreme britzelt brausig sauer auf der Zunge. Perfekt rundet er einen lustigen und tollen Abend in Neumünster ab.

Warum „Dolce far niente“!

Veröffentlicht: 2. Juli 2019 in Dänemark 2019

Warum? Warum ist dieses Wort so interessant? Warum fragen Kinder immer nach dem Warum? Ab dem 100sten Warum fängt es an ganz leicht zu nerven. Irgendwie jedenfalls. Natürlich ist es klar warum die Minimotte grade nach dem Warum fragt, schließlich versucht sie die Welt auf ihre Art zu begreifen und all die Dinge, die Erwachsene den ganzen Tag machen und sagen sind für so ein kleines Wesen unbegreiflich. Warum darf ich nicht den ganzen P1010587Tag Chips und Gummibärchen essen? Warum darf ich denn nicht dauernd am Tablet spielen? Warum ist der Fernseher nicht mehr an? Warum liest du schon wieder? Warum spielst du nicht mit mir? Warum gehen wir nicht heute ins Schwimmbad? Warum laufen wir immerzu? Warum warum warum, und wenn die Erwachsenen mal keine Lust mehr auf Warumfragen haben, dann kommt halt „Ich will aber“ verbunden mit Tränen, schimpfen und getrampel. Manchmal funktioniert es, manchmal aber eben nicht. Es wird niemals langweilig. Ich hätte auch eine Frage. Warum steht die kleine Minimotte vor dem Fernseher anstatt sich hinzusetzen und warum schmecken große Chips besser als kleine? Warum werde ich zur Mum und ihre Mama zur Oma und warum erlaubt der Papa alles, während die Mama die dumme mit den Regeln ist? Das ganze Leben besteht aus dem großen Warum.

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Das Warum hilft dem Kind die Welt zu verstehen und um Informationen zu den einzelnen es beschäftigenden Gebieten zu bekommen und stellt auch die Erwachsenen in Frage, wenn es erkennt, dass diese keine Antwort auf seine Frage parat haben. Während dieser Phase widersprechen Kinder ihren Eltern und versuchen durch Sturheit, Bockigkeit und kreative Ideen ihre erwachsenen Mitmenschen auf das eigentliche Problem hinzuweisen.

„Aua“
Warum?
Das tut weh.
Warum?
Du haust mich.
Warum?
Weiß ich nicht.
Warum?

Warum also nicht diese Frage. Also warum gehen wir erst morgen ins Schwimmbad. Tja, weil Nikki ein neues Headset braucht und Susanne dafür 2 – 3 Stunden Auto fahren muss um überhaupt einen Laden zu finden der groß genug ist für Technik dieser Art. Denn es ist ja ein Ferienort und keine Stadt in dem Sinn wie wir es aus Deutschland kennen. Aber Zocker ohne Headset sind unleidlich. Also gibt‘s ein neues Headset. Außerdem mal ein Tag zum Nichtstun, Fotos sortieren, Texte schreiben, Warumfragen beantworten und Kinderfernsehen schauen. Nebenbei versuchen eine blöde Box zum laufen zu kriegen um zwischenzeitlich auch mal Musik hören zu können. Ansonsten lesen, essen, Handyspielen, essen und das süße nichts tun genießen.

 

doppelloni

Prinzessinnenpflaster

Veröffentlicht: 1. Juli 2019 in Allgemein

Ankommst!

Gegen halb 11 war ich endlich am Urlaubsziel in Sivbjerg angekommen. Mein Navi wollte mich eigentlich 3 Häuser weiter sehen, aber zum Glück kenne ich die Autos meiner Kollegen.

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Auto auspacken, Zimmer einräumen und freudig begrüßt vorallem von der kleinen Loli. Sie saß beim sortieren vor meinem Zimmer, Tablet auf dem Schoß, Kopfhörer auf dem Kopf erzählte sie mir alles mögliche. Spontan sind wir dann zum Strand noch gewandert.

Von hier aus sind es ca 2 km zu Fuß durch die Dünen zum Strand. Dort über den Hügel steht man oben auf einer hohen Sanddüne, von der man erst mal runterruscht. Dann am Strand ist sehr viel Pudersand, Steine und selbstverständlich Wasser. Das ist allerdings extrem frisch mit seinen 17°C.

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Am Strand war es warm und windig. Wir haben Bilder gemacht, Sand geworfen, Kuchen gebacken, die Füße in die kalten ankommenden Wellen gesteckt und leider auch schimpfen müssen, da der Sand auch die Kamera erwischt hat. Bis zur entschuldigung der Minimotte waren wir wieder auf dem Rückweg. Abends Grillen, Nudelsalat und Gurkensalat und dann völlig kaputt ins Bett gekullert.

 

Sivbjerg, Lyngvig Fyr und Prinzessinnenpflaster

Der Tag begann ausgeschlafen mit einem leckeren Frühstück und einem Splitter im Fuß der kleinen Loli. Riesendrama, viel Geschrei aber mit Pinzette, Fußbad zum aufweichen, Sicherheitsnadel, Alkohol und einer Lösung zum Spülen, war der blöde Splitter dann auch endlich raus aus dem Fuß. Mit Tablet und Cornflakes hat sie sich am Ende auch gut beruhigt. Danach gab es ein Prinzessinnenpflaster und gut war.

Gegen Nachmittag wollten wir uns dann mal den Leuchtturm hier von nahem anschauen. Die Geschichte dazu konnte man, sogar auf Deutsch im Minimuseum nachlesen.

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Ein Schiff war vor der Küste auf Grund gelaufen und kostete 24 Seeleuten das Leben. Durch dieses Unglück jedoch kam es zu dem Beschluss einen Leuchtturm in Nørre Lyngvig auf dem Holmsland Klit zu errichten. Drei Jahre nach diesem Beschluss am 3. November 1906 konnte man zum ersten Mal das gelbe blinkende Licht auf der Nordsee und dem Ringkøbing Fjord sehen. Der Leuchtturm in Lyngvig ist der letzte in der Reihe der Leuchttürme entlang der Nordseeküste und mit seinen 38 Metern ist er auch der höchste in Dänemark. Insgesamt 149 Treppenstufen müssen im Leuchtturm bewältigt werden und weitere 79 Stufen vom Fuße der Düne bis zum Leuchtturm.

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Für uns waren es ein paar mehr, da wir ja ganz nach oben wollten und nicht nur bis zum Lichtschalter. Wir sind also tatsächlich für 50 Kronen alle 267 Stufen nach oben geklettert, um dann in gefühltem Sturm oben zu stehen, den Wind in den Haaren und die Umgebung betrachtend. Die kleine Motte wollte allerdings direkt wieder runter, da Höhenangst, Wind und zu viele Menschen einfach zu viel auf einmal waren. Ich bin jedoch noch 10 Minuten oben geblieben und habe ein paar Fotos geschossen und die Aussicht genossen. Danach noch ein wenig auf den Spielplatz zum runterkommen der kleinen Loli mit klettern, schaukeln, rutschen und im Sand spielen. Danach gab es noch ein leckeres Eis und eine eingesaute Minimotte.

Am Hafen war es frisch und windig, Möwen schreien, Menschen laufen herum und es roch intensiv nach Fisch. Trotzdem sind wir noch zum Geldautomaten, ins Spar ein paar Cocktailzutaten besorgen und in einen Fischladen und haben uns Fischburger geholt. Auf dem Weg dort lang wurde die Minimotte hauptsächlich getragen aufgrund von unsäglicher Müdigkeit. Zuhause jedoch angekommen wurde erst mal gegessen und danach war dann auch Ende mit der Müdigkeit. Derzeit erzählt die Minimotte ganz viel, spielt und erzählt noch mehr, hüpft auf meinem Bett herum und wenn ich zu ihrer Mama „DuDu“ mache, darf sie bestimmt dort auch hüpfen. Dodo ist derzeit die Oma, Susanne der Papa, Anna, Bell und Nikki die Kinder und ich bin die Mum. Es wird unter Garantie nie langweilig. Ist fast wie Hundemama sein. Nur das Tobi nicht nach dem Warum fragt.