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Nationalitäten

Uhhh, schwieriges, kompliziertes und auch gefährliches Thema. Schnell fühlt sich jemand benachteiligt, vergessen oder schlecht behandelt. Aber darum geht es eigentlich gar nicht. Denn Kinder sind da gar nicht so. Der eine kommt eben aus Bulgarien, der nächste aus Serbien und wieder ein anderer sogar aus Frankreich. Es sind so viele Sprachen und Nationalitäten die Aufeinandertreffen und die Erwachsenen haben nichts besseres zu tun, als über Ausländer und andere Religion zu diskutieren, wer darf an was glauben und wer nur welche Sprache sprechen.

Aber warum kann es nicht so „einfach“ wie im Kindergarten unter Kindern funktionieren. Wo man bloß neugierig ist auf das, was der andere kann und weiß, aber gleichzeitig etwas anderes aber ähnliches zum besten geben kann. Ich habe heute einfach mal angefangen Flaggen zu malen. Die, von denen ich wusste wie sie aussehen und vor allem in welcher Reihenfolge die Farben alle sind. Das ist gar nicht so einfach, vor allem wenn man sich nicht ganz sicher ist. Polen, Österreich haben weiß und rot, Russland, Serbien, England, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Nordkorea, Kuba haben rot, blau und weiß, Deutschland mit schwarz, rot, gold und und und…. damit könnte ich nun ewig so weiter machen. Was also macht man eigentlich mit sooooo vielen verschiedenen Nationalitäten auf einem Haufen.

Naja, man lernt wie an diesem Tag beispielsweise die Flagge der anderen kennen. Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich, Serbien, Albanien, Ägypten, Türkei, Tschechien, Spanien, England, Russland, Bulgarien, Italien, Lappland, Schweden. Alle diese Flaggen habe ich heute mit den Kindern gemalt. Eigentlich wollte ich sie nur beschäftigen. Doch irgendwie wurde daraus ein Spiel. Wer kommt woher? Welche Sprache spricht derjenige außer deutsch noch und warum heißt das Land eigentlich anders als die Sprache. Bei Österreich und österreichisch und Deutschland und deutsch ist es ja noch einfach. Aber man spricht ja kein frankreichisch, sondern französisch und es gibt auch weder ein lappländisch, ein türkeiisch noch ein serbienisch. Das heißt ja alles ganz anders. Lappland ist schwer, dort spricht man nicht etwa nur eine Sprache. Nein, da sind es gleich 4 oder 5 Sprachen. Nämlich finnisch, norwegisch, schwedisch und natürlich noch nord – samisch. Dann wäre da noch türkisch statt türkeiisch und serbisch statt serbienisch usw.

Jedenfalls sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das ein urcooles Thema ist. Die Kinder jedenfalls waren begeistert. 2 Flaggen haben sich aus Spaß dazu gesellt. Die Flagge von Lappland und die von Schweden. Die Kinder entdeckten in den Flaggen Dreiecke, Rechtecke, Streifen, Rauten, Kreise, Symbole, Tiere und Pflanzen. Aber woher kommen die Flaggen eigentlich? Wer hat sie sich ausgedacht. Teilweise finden sich ja seltsame Symbole auf Flaggen. Also haben wir mal gesucht, wer etwas über Flaggen weiß. Und tatsächlich. Es gab ein Kind, das wusste zu erzählen, dass Flaggen ihren Ursprung in den „Schilden“ der Ritter haben. Damals gab es auch Herolde, welche diese Schilder alle kennen mussten. Später wurden daraus Banner und wieder später Flaggen. Die einzelnen Länder der Welt haben Nationalflaggen. In der Schifffahrt sind Flaggen die Möglichkeit zur Kommunikation von Schiff zu Schiff mit dem Flaggenalphabet und der Winkersprache.

Sprachen, Nationalitäten, Flaggen… auf was man nicht alles kommt im Kindergarten, wenn Kinder mal nicht wissen wohin mit sich. Vielleicht kann ich es ja an einem anderen Nachmittag mal einbauen, dass die Kinder die Flaggen mal ausmalen können. Die aus deren Länder ihre Eltern / Familie kommt und auch die der anderen.

Du strahlst

Jemand sagte mir heute, ich würde strahlen. Aber heißt strahlen nicht eigentlich glücklich sein und übers ganze Gesicht strahlen? Dachte ich erst. Doch dann wurde mir klar, das ein ganz anderes Strahlen gemeint war. Das Strahlen des Herzens.

Wie man bei anderen Menschen ankommt. Durch Worte, Aktionen, Handlung oder sonst was. Natürlich ist das im Chat ziemlich begrenzt, doch auch da scheint es zu funktionieren. Da ist mir wieder ein „Gedicht“ eingefallen, welches ich einmal auf einer Postkarte gelesen habe und nun auf Lapona wieder gefunden habe.

Es gibt Menschen die strahlen etwas Wunderbares aus.
Es lässt sich nicht einfach beschreiben,
aber man sieht ihnen ins Gesicht und man lächelt.

Einfach So.

Diese Menschen tragen etwas Wundervolles in sich
Es lässt sich nicht anfassen, aber du fühlst es
Wenn du dich diesen Menschen näherst.

Ganz Vertraut.

Es ist wie ein Licht. Ein Licht, dass von innen heraus
zu strahlen scheint. Es sind Menschen mit viel Licht im Herzen.
Und wer weiß, auch Träume können wahr werden…

Er nannte es bunt, farbenfroh. Auch sagte er, dass andere eher schwarz / weiß erscheinen in ihren Worten und Aktionen im Chat. Dabei ist das einzige Geheimnis dahinter, dass ich bloß einfach nur ich selbst versuche zu sein. Mehr ist es nicht. Oder doch? Vielleicht muss man auch den Mut zu dem Schritt haben „einfach“ man selbst zu sein. Zu sagen, was man denkt, was einem durch den Kopf geht und alles, was man nicht versteht, zu hinterfragen. Vielleicht auch Selbstvertrauen? Ich weiß es nicht. Im Chat ist es nur ein kleiner Schritt. Das ganze im realen Leben umzusetzen noch mal ein ganz anderer. Doch auch das kann funktionieren. Man muss es nur wollen.

Was ich mit dem post sagen will? Ich weiß es nicht, es ging mir nur gerade aktuell durch den Kopf und wollte raus. Und dafür kann ich meinen Blog ja verwenden. Solche Dinge wollen einfach erzählt werden.

Verstehen

Ich glaube… was nun kommt, spricht ganz alleine für sich. Es steht alles drin, was mal gesagt werden sollte.

Verstehen

ihr wollt wissen was ich denke?
ihr wollt wissen was ich fühle?
ihr wollt mich verstehen?
ihr fragt, doch ihr wisst nicht wonach
ihr wollt das ich euch alles sage,
das ich mich damit plage
wisst ihr was das bedeutet?
wisst ihr was ihr von mir verlangt?
nicht jeder kann über Probleme reden,
wer es kann, dem ist’s ein Segen,
doch anderen den tut es in der Seele weh
es wird so bleiben eh und je
nichts kann es ändern
nur man selber kann es aufhalten
den Schmerz der einen zerfrisst.
zwingt mich nicht zu reden,
wenn ich es kann, rede ich von selbst.
zwingt mich nicht, ihr tut mir weh
durch eure Anwesenheit helft ihr mir bereits
vielleicht sogar ohne euer wissen
es tut gut, umgeben von Freunden
einfach mal man selbst sein zu können.

©ShadowKiri